Was haben die drei Hyänen im Zeichentrickfilm Der König der Löwen und die Einwohner von Binche gemeinsam? Sie zittern! Die Hyänen zittern vor Angst, wenn sie den Namen Mufasa hören, die Einwohner von Binche zittern vor Vorfreude, wenn sie an den Karneval denken. Weltweit berühmt für ihre Folklore zieht die Stadt im Februar ihre Festkleidung an: am Fastnachtsdienstag kann ein Gille (der wichtigste Teilnehmer des Karnevals) bis zu 25 Kilo Orangen in die Menge werfen, er trägt einen Hut, der drei Kilo wiegt, und kann fast 28 Stunden ohne Pause stehen bleiben! Jedes Jahr kostet der Karnevals beinahe soviel wie der Bau von etwa dreißig Häusern!
Gibt es in dieser Karnevalstadt Interesse an Gott? Ja. Nach verschiedenen Versuchen in der Vergangenheit wurde 2005 eine neue Gemeinde geboren. Seitdem hat sie viele Besucher empfangen und heute versammeln sich ungefähr zwanzig Menschen am Sonntag. Die Aktivitäten stützen sich auf die vier Pfeiler der primitiven Kirche (Apostelgeschichte 2.42) und die Gemeinde „lässt sich regelmäßig im Glauben unterweisen und lebt in enger Gemeinschaft, feiert das Abendmahl und betet miteinander.“ Gott antwortet und schickt neue Schafe in die Herde: 2011 wurden fünf Personen mit unterschiedlichem Hintergrund getauft – Beweis der grossen Gnade Gottes. Wir freuen uns auch über unsere neue Mitarbeiter: ein englisch-belgisches Ehepaar, das ein Praktikum im Rahmen des Belgischen Bibelinstituts macht. Thomas und Rosie Geronazzo haben sich rasch ins Team integriert, um die zahlreichen Aspekten des Lebens einer jungen Gemeinde zu entdecken, und dabei zu helfen. Es ist also wahr, das wir nicht so viel Lärm wie die Trommeln am Fastnachtsdienstag machen, aber wir werden im Himmel gehört und das ist wertvoll!
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